Virtuelle Hauptversammlungen stehen momentan – zumindest aus Sicht der Aktionäre – ziemlich in der Kritik, denn sie schränken die Stimmrechte sowie die Rechte auf Fragen und Widerspruch der Aktionäre massiv ein. So die Kurzfassung einiger Artikel über virtuelle Hauptversammlungen im Handelsblatt. Auf den ersten Blick mag diese Kritik durchaus berechtigt sein, doch es lohnt sich ein zweiter Blick. Einer, der sowohl die Prozesse als auch die Auswahl geeigneter Tools – oder auch deren bewusste Nicht-Auswahl – näher beleuchtet.

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Wenn die Aktionäre nicht zu Wort kommen

Was ist denn nun dran an der Kritik, Aktionäre kämen nicht zu Wort und könnten ihr Stimmrecht nicht wie gewohnt ausüben?

Zum einen können Aktionäre ihre Fragen vorab an die Ausrichter der virtuellen Hauptversammlung senden. Zum anderen gibt es zahlreiche professionelle Voting- und Interaktionstools, die bereits heute in virtuellen Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Wer nun sagt, dass dies dem gewohnten Recht eines Aktionärs, ans Mikrofon zu laufen und dort seine Frage oder seinen Widerspruch verbal vorzutragen nicht gleich kommt, dem stimmen wir zu. Es ist einfach etwas anderes, seinen Einspruch in ein Chatfenster zu tippen oder zwei Tage vor der Präsentation seine Frage per E-Mail an die Aktiengesellschaft zu senden. Persönlicher und interaktiver ist es, wenn sich der Aktionär direkt verbal an die Vertreter der AG wenden kann.

Doch wollen die Veranstalter virtueller Hauptversammlungen wirklich, dass alle verbal zu Wort kommen könnten? Oder ist das Technik-Argument eines, welches gern vorgeschoben wird?

virtuelle Hauptversammlung mit Votingtool

virtuelle Hauptversammlung mit Votingtool

Wenn zu viele Personen zu Wort kommen

In der Regel lassen viele Tools für Webkonferenzen eine verbale Äußerung von Teilnehmern einer virtuellen Konferenz zu. Dazu kann man – zumindest grundsätzlich – seinen Teilnehmern zu einem bestimmten Zeitpunkt das Recht übertragen, jetzt die eigene Webcam und das eigene Mikrofon anzuschalten. In der Praxis gestaltet sich dies jedoch ein wenig schwieriger. Auch das konnten wir in den letzten Wochen bei virtuellen Veranstaltungen beobachten, beispielsweise von Fußballvereinen und deren Meet & Greet mit ihren Fans. Allerdings kippen solche Interaktionen schnell, wenn sich die Teilnehmer nicht sehr diszipliniert an die Regeln von Veranstaltern und Moderatoren halten. Mit anderen Worten: Weil zu viele Personen gleichzeitig von ihrem Stimmrecht in einer Webkonferenz Gebrauch machen wollten, herrschte schnell ein heilloses Durcheinander. Konsequenz: Die virtuelle Veranstaltung wird vom Veranstalter abgebrochen. Zurück bleibt Unmut und Unzufriedenheit auf beiden Seiten.

Das Resümee dieses Abschnittes könnte lauten: Wieder einmal schafft es die Technik nicht, virtuelle Hauptversammlungen interaktiv zu gestalten. Doch es geht auch anders.

Damit Aktionäre zu Wort kommen

Wie auf realen Veranstaltungen brauchen Sie geregelte Prozesse und Tools, beispielsweise stumm- und freigeschaltete Mikrofone, mit denen Sie Einfluss darauf nehmen, wie viele Personen zeitgleich sprechen dürfen. Anders gesagt: Auch im virtuellen Raum tritt einer nach dem anderen ans Mikrofon, stellt seine Frage, erhält seine Antwort und kann noch einmal in Ruhe nachfragen. Dann gibt er das Mikrofon zurück an die Organisatoren, welche die nächste Person mit dem nächsten Mikrofon laut schalten. Genau das kann ein professioneller IT-Dienstleister, der als Moderator und als Bereitsteller des geeigneten Webkonferenz-Tools fungiert, für Sie übernehmen.

Was Sie für wirklich interaktive virtuelle Hauptversammlungen brauchen, sind

  • sauber durchdachte Prozesse,
  • Webkonferenz-Tools, die Sie als Veranstalter granular steuern können,
  • eine proaktive und positive Kommunikation mit Ihren Aktionären, wie eine virtuelle Hauptversammlung bei Ihnen ablaufen wird,
  • einen oder mehrere Moderatoren, welche die Wortmeldungen steuern und
  • den Willen, Ihre Aktionäre auch im virtuellen Raum zu Wort kommen zu lassen.

Fazit

Die Technik unterstützt wie so oft im Leben das, was Sie umsetzen wollen. Wollen Sie als Vertreter einer Aktiengesellschaft Ihre Aktionäre wie auf bisherigen Veranstaltungen wirklich einbinden, können Sie das bereits heute tun. Wie das auf Ihrer virtuellen Hauptversammlung aussehen kann, besprechen wir mit Ihnen gern im Detail. Kontaktieren Sie uns gern, entweder hier oder über LinkedIn. 

👉 Benjamin Lechler

👉 Katrin Taepke

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